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Auspuff, Verschmutzung

Diesel: Selbst der Tod meidet diese Statistik

Da bringt einer eine diffuse Dieselstudie aufs Tapet, in der uns Wissenschaftler mit „österreichischer“ Beteiligung“ 170 vorzeitige Todesfälle, zurückzuführen auf die NOx-Emissionen von Dieselautos, davon wiederum 80 auf das Konto geschönter Abgaswerte gehend, bescheinigen.

Für Aufregung war gesorgt, die Medien des Landes schrieben – autorisiert durch das APA-Kürzel (Austria Presse Agentur) über den Aufreger, vergaßen jedoch auf die Überprüfung des Wahrheitsgehalts. Auch der ORF bediente sich der ungeprüften APA-Aussendung und interviewte den Verfasser Dr. Jens Borken-Kleefeld, nur nicht über das Zustandekommen der berechneten Zahlen.

Die sind abenteuerlich, wie Borkens Studienmethode (im Anhang) offenbart. Das Laxenburger IIASA-Institut maßt sich an, „vorzeitige Todesfälle“ zu beziffern. Die fühlen sich wohl göttlicher als Gott, was selbst Lungenheilkundler baff macht, die sich derart formulierte Zahlen nicht zutrauen.

Professor Bernd Lamprecht von der Linzer Uniklinik beziffert die Rate an Lungenkrebsverstorbenen mit 3.600, etwa 20 Mal so viele, wie durch den Ausstoß von Dieselruß verursachte Tote. „Allerdings sind jene Grenzwerte, die wir in der Außenluft messen, vergleichsweise gering zu jenen Werten, die wir im Innenraum messen, wo es eine hohe Feinstaubbelastung, vor allem durch das Rauchen, gibt.“ Darüber berichtete kaum mehr einer. Ist ja kein Aufreger, wir haben ja eh Rauchverbot! Oder?

Nun wird der A&W Verlag mit seinem Medien den Auftraggeber dieser IIASA-Studie ausfindig machen, der dann die Studie erklären und entsprechend in der Öffentlichkeit erklären bzw. richtigstellen darf.
Das politische Zurückrudern hat ohnehin schon begonnen und wir zitieren aus „Spiegel online“: „Das Problematische am modernen Dieselmotor ist in Wahrheit, dass er uns bislang davor schützt, einer unbequemen Wahrheit ins Auge zu sehen: Dass wir in Zukunft nicht nur andere Antriebe, sondern auch andere Autos fahren müssen. Wenn wir das Klima schonen wollen, müssen wir kleine, leichte, windschlüpfrige Autos fahren.“

„Die Methode ist hinterlistig“, textet Konstantin Wecker auszugsweise in seinem Couplet „Hinter den Schlagzeilen“ folgerichtig: „Ja, glaubt ihr denn wirklich, der Tod ist so dumm und hält sich an die Statistik?“

Österreich hat demnächst Nationalratswahl. Bis dahin geht sich ja ein öffentlicher Spurwechsel in der politischen Geisteshaltung locker aus und auch ein scharfer Protest gegen die universitär versteckte Angstmacherei.

 

Sehr geehrter Herr Lustig,

Vielen Dank fuer Ihr Interesse. Ich versuche, unsere Vorgehensweise vereinfacht darzustellen. Fuer die vollstaendige Darstellung darf ich auf unsere Veroeffentlichungen verweisen.

Fuer die Berechnungen halten wir uns an die Vorgaben der WHO (Welt Gesundheits Organisation). Diese veroeffentlicht Risikofaktoren fuer Erkrankungen und vorzeitige Todesfaelle in Abhaengigkeit von einer bestimmten Belastung mit Luftschadstoffen. Die wichtigsten Schadstoffe sind Feinstaub und Ozon, wofuer die Stickoxide (NOx) je eine zentrale Vorlaeufersubstanz sind. NOx sind also an der Bildung von Feinstaub ueber sogenannte Sekundaer-Partikel beteiligt, ebenso wie an der Bildung von bodennahem Ozon.

Die nationalen jaehrlichen NOx-Emissionen von Diesel-Pkw und LNF werden, wie die Emissionen aller anderen Quellen, von den europaeischen Laendern veroeffentlicht. Das Jahr 2013 war das letzte Berichtsjahr, als wir mit den Berechnungen angefangen haben. Die NOx Grenzwerte fuer Diesel-Fahrzeuge sind bekannt. Wir vergleichen daher die nationalen Emissionen im IST Fall (=wie berichtet) mit den (niedrigeren) Emissionen waere die Grenzwert auch im Realbetrieb eingehalten worden. Diese Differenz zu den Realemissionen definieren wir als „ueberhoeht“ (‚excess‘).

Die Emissionen werden an ein atmosphaeren-chemisches Ausbreitungsmodell uebergeben, und in der Folge die Feinstaub- und Ozonkonzentrationen in ganz Europa berechnet. Die resultierende Schadstoffkonzentration wird mit der Bevoelkerungszahl in den Gebieten verschnitten. Die Exposition wird dann (nach Altersgruppen geschichtet) mit den Risikofaktoren der WHO multipliziert und fuer jedes Land so die Zahl der vorzeitigen Todesfaelle berechnet.

Der einzige Unterschied in den Berechnungen sind die NOx-Emissionen der Diesel-Pkw u LNF. Daher wird die Differenz zwischen „Todesfaelle IST“ und „Todesfaelle NOx Emissionen wie Grenzwert“ den ueberhoehten NOx Emissionen zugeordnet.

Analog die Berechnung, wenn man „NOx Emissionen wie Otto-Pkw“ annimmt.
Vorzeitig ist ein Todesfall gegenueber der ueblichen Lebenserwartung.

Ich hoffe, Ihnen und Ihren Mitgliedern/Lesern damit in verstaendlicher, wenn auch vereinfachter Form geholfen zu haben. Sollte etwas unklar oder nicht richtig sein, lassen Sie es mich bitte wissen.

Mit freundlichen Gruessen
Jens Borken

——————————
Dr. Jens Borken-Kleefeld
Air Quality and Greenhouse Gases Program
IIASA – International Institute for Applied Systems Analysis

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